Unser Ansatz

Die Arbeit mit Symbolen als Methode der Intervention

Wenn wir uns in pädagogischer, beraterischer oder therapeutischer Arbeit allein auf das gesprochene Wort stützen, verschenken wir die Möglichkeit des Sehens, des Fühlens, des BeGREIFENs und vor allem des Handelns.
Informationen, die wir hören, erinnern wir zu ca. 20 Prozent. Von dem, was wir selbst tun, erinnern wir hingegen 80 Prozent.

Auch kann Vieles, was uns bewegt und berührt, sprachlich oft nicht gut auf den Punkt gebracht werden – besonders in Krisensituationen.
Mit Reden lässt sich sehr viel nicht sagen – Nebelbomben werden geworfen, Nebenkriegsschauplätze eröffnet etc.
Dieses Verhalten zeigen Klient*innen nicht, weil sie uns aufs Glatteis führen wollen, sondern oftmals aus Angst oder weil sie in ihrer Situation selbst den Überblick verloren haben.
Sprache ist somit in mancherlei Hinsicht unzulänglich.

Warum setzen wir in Pädagogik, Beratung und Therapie trotzdem so oft die Sprache als zentrales Werkzeug ein?!

Alles beginnt mit den Fragen:

Was ist das Problem?
Was soll anders sein?
Wie soll es sein?
Wie komme ich dahin?

Wenn Berater*innen und Therapeut*innen mit ihren Klient*innen auf diese Fragen keine Antwort finden, weil sie sich als Werkzeug nur der Sprache bedienen, verleiht die von Wilfried Schneider entwickelte Psychologische Symbolarbeit neue Möglichkeiten.

Inzwischen sind an die 300 Interventionen entwickelt worden, die in verschiedensten Settings eingesetzt werden (Pädagogik, Beratung, Therapie, Prävention, Supervision, Teambegleitung, Coaching u.ä).
Der Einsatz ist altersunabhängig und hat sich in zahlreichen Feldern pädagogischer, beraterischer und therapeutischer Arbeit bewährt.

Symbole werden zum Dolmetscher

Mit Symbolen als Methode der Intervention beschreiten Berater*innen mit ihren Klient*innen neue Wege, die direkt zum Handeln führen. Dies geschieht zunächst symbolisch, aber aufgrund des sinnlich erfahrbaren und spielerischen Charakters der Interventionen letztlich auch mit viel Nachhaltigkeit. Symbole führen auf direktem Weg zum Kern eines Problems. Sie eröffnen den Zugang zum Vorbewussten, in soziale und biographische Aspekte, deren Zusammenhang zunächst häufig nicht deutlich ist. Klient*innen finden so einen Zugang zu neuen Bewertungen, Ideen und Lösungen.
Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt, nicht mit dem ersten Wort.

Es werden Materialien eingesetzt, die im wörtlichen Sinne begriffen werden und die oft punktgenau und zügig zu konkreten Antworten auf die Fragen: Was ist das Problem? Was soll anders sein? Wie soll es sein? Wie komme ich dahin? führen. Kognitive und emotionale Ergebnisse vorausgegangener Arbeiten können schnell und in komplexer Weise wieder aufgerufen werden.
Die besondere Atmosphäre, die sich in der Arbeit mit Symbolen einstellt, reduziert Ängste und Widerstände. Die Materialien ermöglichen einen meist hilfreich distanzierten Blick auf die wesentlichen Fragen.

Klient*innen wissen i.d.R. selbst ganz genau, was das Problem ist und was anders sein soll.
Der Weg zu neuen Sichtweisen, Ideen und Lösungen ist jedoch oft verstellt durch Ängste und das Festhalten an alten Glaubenssätzen.
Dadurch, dass Klient*innen in der Arbeit mit Symbolen ihre Situation selbst in ein Bild bringen und innerhalb dieses Bildes arbeiten, erleben sie ihre eigenen Handlungsfähigkeiten und -möglichkeiten.

Symbole helfen, eine Distanz zu schaffen, einen Überblick zu bekommen und im wörtlichen Sinne eine neue Sichtweise zu entwickeln.

Der Perspektivenwechsel ist hier ganz praktisch gemeint.

Zum Praxisbeispiel

Hier finden Sie den Film „Arbeit mit Symbolen als Methode der Intervention“ von Wilfried Schneider (ca. 35 Minuten) mit vielen weiteren Aspekten zur Psychologischen Symbolarbeit. Sie werden auf Youtube weitergeleitet. Zum Film