Symbole werden zum Dolmetscher

Mit Symbolen als Methode der Intervention beschreiten Berater*innen mit ihren Klient*innen neue Wege, die zum Handeln führen. Dies geschieht zunächst symbolisch, aber aufgrund des sinnlich erfahrbaren und spielerischen Charakters der Interventionen letztlich auch mit sehr viel Nachhaltigkeit.

Symbole führen auf direktem Weg zum Kern eines Problems. Sie eröffnen den Zugang zum Vorbewussten, in soziale und biographische Aspekte, deren Zusammenhang oft nicht deutlich ist und in Bereiche, die sprachlich kaum zugänglich sind.

Klient*innen finden so zu neuen Ideen, Bewertungen und Lösungen.

Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt, nicht mit dem ersten Wort.

Alles beginnt mit den Fragen:

  • Was ist das Problem?
  • Was soll anders sein?
  • Wie soll es sein?
  • Wie komme ich dahin?

Wenn Berater*innen und Therapeut*innen mit ihren Klient*innen auf diese Fragen keine Antwort finden, weil sie sich als Werkzeug nur der Sprache bedienen, verleiht die Arbeit mit Symbolen neue Möglichkeiten des Ausdrucks.

KlientInnen wissen i.d.R. selbst ganz genau, was das Problem ist und was anders sein soll.

Der Weg zupassenden Antworten und zu neuen Lösungen ist jedoch oft verstellt durch Ängste und das Festhalten an alten Glaubenssätzen. Symbole helfen, eine Distanz zu schaffen, einen Überblick zu bekommen und im wörtlichen Sinne eine neue Sichtweise zu entwickeln. Indem KlientInnen selbst ihre Situation in ein Bild bringen und innerhalb dieses Bildes arbeiten, erleben sie ihre eigene Handlungsfähigkeiten und -möglichkeiten.

Der Perspektivenwechsel ist hier ganz praktisch gemeint.

Wir halten unsere KlientInnen dazu an, nach ihren eigenen Lösungen zu suchen und halten uns mit unseren Ideen zurück. Nur der/die KlientIn selbst weiß, was hilfreich für sie/ihn ist. Wir vermeiden, dass sich ein/e KlientIn auf den/die TherapeutIn beruft.

Unsere Arbeitsweise

Die Praxisworkshops vermitteln einen Zugang in die psychologische Symbolarbeit. Zum einen werden Interventionen unter Zuhilfenahme bewährter Materialien vorgestellt , z.B. die von Wilfried Schneider entwickelten Therapiekoffer – www.schneider-therapiekoffer.de.  Zum anderen werden auch solche Interventionen vorgestellt und praktisch durchgeführt, die im Berufsalltag selbst mit einfachsten MItteln und Gegenständen angewandt werden können (z.B. Steine, Wassergläser u.ä.).

Ich möchte explizit darauf hinweisen, dass zum Vertrieb der Therapiekoffer keine geschäftliche Verbindung besteht. Ein Erwerb dieser Therapiekoffer ist weder Voraussetzung für eine Teilnahme an einem Workshop, noch wird erwartet, diese Therapiekoffer zu einen späteren Zeitpunkt zu erwerben.

Beispiele aus dem Anwendungsalltag derReferent*innen vermitteln, in welchen Situationen sich der Einsatz anbietet und mit welcher Grundhaltung die Interventionen durchgeführt werden.

Dabei arbeiten wir mit konkreten Themen und Fragestellungen der Workshopteilnehmer*innen. Eine aktive Mitarbeit ist daher nicht nur erwünscht, sondern erforderlich.

Im Workshop werden an konkreten Fragestellungen die einzelnen Phasen der Arbeitsschritte fokussiert durchgeführt und reflektiert.